Beatmung für Kinder

Die nicht-invasive Beatmung (NIV) wird seit 30 Jahren zur Behandlung von Schlafstörungen, Atemnot und Ateminsuffizienz bei Erwachsenen eingesetzt, und ihr Einsatz hat in den letzten 10 Jahren auch bei pädiatrischen Patienten zugenommen.

Kinder mit Risiko für Schlafapnoe oder Ateminsuffizienz

Es gibt mehrere Gründe, warum Kinder dem Risiko einer schlafbezogenen Atmungsstörung (SBAS), Atemnot oder Atemversagen ausgesetzt sind:

  • Blockierte obere Atemwege (aufgrund grosser Mandeln und Polypen, hochgewölbten Gaumen, Laryngomalie und Mikrokognathien)1
  • Obstruktion oder Verengung der unteren Atemwege (verursacht durch Bronchiektasie oder Skoliose)1
  • Schlechter Muskeltonus (häufig in Verbindung mit angeborenen Erkrankungen einschliesslich Muskelatrophien und -dystrophien)1
  • Schlechte Funktion des Pons Medulla (Gehirn) und/oder des Zentralnervensystems (verursacht durch das kongeniale zentrale Hypoventilationssyndrom oder eine Rückenmarkverletzung)1

Wenn kleine Kinder an einer Infektionskrankheit der Atemwege erkranken, sind sie auch dem Risiko von akuten Episoden von Atemnot oder Ateminsuffizienz ausgesetzt und benötigen während dieser Zeit möglicherweise eine Beatmungstherapie zur Atemunterstützung.

Die Behandlung von pädiatrischer SBAS, Atemnot und Ateminsuffizienz reicht von der Operation über nicht-invasive Beatmung (NIV) bis zur invasiven Beatmung.

Referenz:

  1. Cheifetz IM. Invasive and noninvasive paediatric mechanical ventilation.Respir Care. 2003 Apr;48(4):442-58.