Obstruktive Schlafapnoe-Therapieoptionen

Zu den Therapieoptionen für die obstruktive Schlafapnoe (OSA) zählt die nächtliche Überdruckbeatmung (positive airway pressure – PAP), die individuell angepasste Unterkieferprotrusionsschiene und alternative Behandlungsoptionen.

Therapie mit positivem Atemwegsdruck (PAP)

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Positivdruck-Atemwegstherapie ist die wirksamste Art der Behandlungsmethode für obstruktive Schlafapnoe (OSA). Durch die Schaffung einer „Luftkeils“ für die oberen Atemwege verhindert die PAP-Therapie, dass sich die Weichteile der oberen Atemwege verengen und kollabieren. Das Therapiegerät führt den oberen Atemwegen mithilfe des Schlauches und der Maske Druckluft zu.

Die Positivdruck-Atemwegstherapie ermöglicht Patienten mit schwerer Schlafapnoe einen erholsamen Schlaf. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu den Arten der PAP-Therapie.

  • Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP): Druckluft mit gleichbleibendem Druck
  • Therapie mit automatischem positivem Atemwegsdruck (APAP): automatische Anpassung der Druckwerte an die Atmung des Patienten (geeignet für REM-bezogene Schlafapnoe, lagebedingte Apnoe oder für Patienten, die bei standardmässigen CPAP-Therapie eine unzureichende Therapietreue aufweisen)
  • Bilevel-Therapie: höherer Inspirationsdruck und niedrigerer Expirationsdruck (für bestimmte Patienten geeignet, die eine herkömmliche Therapie nicht vertragen).

 

Behandlung mit oral getragener Schiene

Eine oral getragene Schiene, die auch Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) genannt wird, ist eine der ersten Behandlungsoptionen bei milder bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe (OSA) und eine der zweiten Behandlungsoptionen bei schwerer OSA. Bei OSA-Patienten, die Positivdruck-Atemwegstherapie ablehnen oder eine unzureichende Therapietreue aufweisen, bieten sich häufig oral getragene Schienen als alternative Behandlungsmethode an. Einige OSA-Patienten bevorzugen auch orale Geräte, weil sie nicht invasiv, leicht zu tragen und leicht zu transportieren sind.

Oral getragene Schienen halten den Unterkiefer während des Schlafs nach vorn, um das Kollabieren der Luftwege zu verhindern und den Raum hinter der Zunge zu vergrössern. Dadurch kann Schlafapnoe und Schnarchen entgegengewirkt werden.

Alternative Behandlungsoptionen

Zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe (OSA) kommt auch eine Operation in Frage, obwohl diese natürlich mit Risiken und Komplikationen einhergeht. Die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) ist der am häufigsten vorgenommene chirurgische Eingriff zur Behandlung von OSA in den USA. Damit kann das Schnarchen zunächst reduziert werden. Auf lange Sicht heilt UPPP das Schnarchen bei 46% bis 73% der operierten Patienten1.

Risiken einer unbehandelten OSA 

Eine unbehandelte obstruktive Schlafapnoe (OSA) kann zu einer Reihe von Komplikationen und ernsthaften Gesundheitsrisiken führen. Durch die Ermittlung der richtigen Behandlung für Ihren Patienten, werden die Therapietreue gesteigert und die mit OSA assoziierten Risiken gemindert.

 

Quellenangaben:

* Hinweis: Die ASV-Therapie ist kontraindiziert bei Patienten mit chronischer, symptomatischer Herzinsuffizienz (NYHA 2-4) mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 45%) und mässiger bis schwerer prädominanten zentraler Schlafapnoe.

  1. Kashima ML (2007). Selected disorders of the nose and throat: Epistaxis, snoring, anosmia, hoarseness, and hiccups. In NH Fiebach et al., eds., Principles of Ambulatory Medicine, 7th ed., pp. 1849–1864. Philadelphia: Lippincott Williams and Wilkins.