Symptome und Risiken der Schlafapnoe

Schlafapnoe ist eine schwerwiegende schlafbezogene Störung, die das Risiko der Entwicklung anderer chronischer und lebensbedrohender Zustände erhöhen kann. Die gute Nachricht: Schlafapnoe ist behandelbar. Herauszufinden, ob Sie gefährdet sind, ist der erste Schritt in Richtung Verbesserung Ihrer Gesundheit.

Risiken einer unbehandelten Schlafapnoe für die Gesundheit

Klinische Studien zeigen, dass Menschen mit unbehandelter Schlafapnoe ein höheres Risiko für schwerwiegende gesundheitliche Probleme tragen:

  • Bluthochdruck 
    Nicht weniger als jeder dritte Hochdruckpatient leidet auch an Schlafapnoe. 
    43% der Menschen mit leichter und 69% der Menschen mit schwerer Schlafapnoe haben hohen Blutdruck.1  

 

  • Herzkrankheit
    Schlafapnoe kann Ihr Risiko erhöhen, am Herzen zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden.
    Bis zu 76% der Menschen mit stabiler Herzinsuffizienz leiden auch an Schlafapnoe2. 

 

  • Typ-2-Diabetes 
    Nahezu jeder zweite von Typ-2-Diabetes Betroffene leidet auch an Schlafapnoe3.
    Studien zeigen, dass Schlafapnoe die Fähigkeit des Körpers zur Verwertung von Glukose und Insulin beeinträchtigen kann.  
  • Hypertonie
    Schlafapnoe zeigt unabhängig von anderen Risikofaktoren eine starke Korrelation mit Hypertonie. 
    83% der Menschen mit refraktärer Hypertonie leiden auch an Schlafapnoe4. 

 

  • Schlaganfall
    Mehrere Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Schlafapnoe einem höheren Schlaganfallrisiko ausgesetzt sind. 
    Unter den Menschen, die vor kurzem einen Schlaganfall hatten, litten 70% an Schlafapnoe5. 

 

  • Adipositas/Übergewicht
    Die durch die Behandlung der Schlafapnoe gewonnene Energie können Sie nutzen, um sich mehr zu bewegen, was wiederum beim Abnehmen hilft. 
    77% der adipösen Menschen leiden auch an Schlafapnoe6. 
apnée-du-sommeil-et-accidents

Schlafapnoe erhöht das Risiko, in einen Kraftfahrzeugunfall verwickelt zu werden

Wussten Sie, dass Menschen mit Schlafapnoe bis zu 5-mal häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt werden als solche mit normalem Schlaf?7

In einer Studie der American Academy of Sleep Medicine wurde festgestellt, das obstruktive Schlafapnoe mit einem erhöhten Risiko für Kraftfahrzeugunfälle verbunden ist. Wird die Schlafapnoe hingegen wirksam mit CPAP behandelt, zeigt sich ein reduziertes Risiko.

Wer ist von Schlafapnoe bedroht?

Schlafapnoe kann jeden treffen, auch Kinder. Wenn Sie an obstruktiver Schlafapnoe leiden, sind Sie definitiv nicht allein. Laut neuster wissenschaftlicher Forschung8 sind weltweit 936 Millionen Menschen betroffen. Diese bemerkenswerte Zahl, die in der weltweit führenden Fachzeitschrift für respiratorische Gesundheit veröffentlicht wurde, übertrifft die Schätzung der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2007 von 100 Millionen nahezu um das 10-Fache. Schätzungen zufolge wird die Erkrankung bei 80% der Betroffenen nicht erkannt1 und daher auch keine potentiell lebensverändernde Behandlung durchgeführt. Darüber hinaus besteht eine Reihe bedeutender geschlechtsbedingter Unterschiede bei Symptomen, Diagnose, Folgen und Therapie der OSA.  

Ihr Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken, ist erhöht, wenn Sie:  

  • übergewichtig oder fettleibig sind, insbesondere dann, wenn Ihr Halsumfang gross ist9
  • fortgeschrittenen Alters1, ein Mann oder eine Frau nach der Menopause sind10
  • sedierende Medikamente wie Schlaftabletten oder Beruhigungsmittel einnehmen11
  • rauchen oder abends Alkohol trinken12
  • Menschen mit Schlafapnoe in der nahen Verwandtschaft haben13
  • eine verstopfte Nase oder bestimmte körperliche Merkmale wie verengte Atemwege oder eine grosse Zunge haben14

Referenzen :

    1. Young T et al., “Sleep Disordered Breathing and Mortality: Eighteen-Year Follow-up of the Wisconsin Sleep Cohort” Sleep (2008): 1071-1078.
    2. Oldenburg O et al. “Sleep-disordered breathing in patients with symptomatic heart failure: a contemporary study of prevalence in and characteristics of 700 patients.” Eur J Heart Fail (2007):251-7.
    3. Einhorn D, et al., “Prevalence of sleep apnea in a population of adults with type 2 diabetes mellitus,” Endocr Pract (2007): 355-62.
  1. Logan AG et al., “High prevalence of unrecognized sleep apnoea in drug-resistant hypertension,” J Hypertens (2001):22271-7.
  2. Bassetti CL et al., “Sleep-disordered breathing and acute ischemic stroke: diagnosis, risk factors, treatment, evolution, and long-term clinical outcome,” Stroke (2006): 967-72.
  3. O’Keeffe & Patterson, “Evidence supporting routine polysomnography before bariatric surgerym,” Obes Surg (2004):23-6.
  4. Karimi M1, Hedner J1, Häbel H2, Nerman O2, Grote L1. Sleep apnea-related risk of motor vehicle accidents is reduced by continuous positive airway pressure: Swedish Traffic Accident Registry data. Sleep. 2015 Mar 1;38(3):341-9. doi: 10.5665/sleep.4486.
  5. Benjafield et al. Estimation of the global prevalence and burden of obstructive sleep apnoea: a literature-based analysis. Lancet Respiratory Medicine 2019. http://dx.doi.org/10.1016/S2213-2600(19)30198-5.
  6. Mokhlesi, B., Obesity hypoventilation syndrome: a state-of-the-art review. Respir Care, 2010. 55(10): p. 1347-62; discussion 1363-5.
  7. Wimms, A., et al., Obstructive Sleep Apnea in Women: Specific Issues and Interventions. Biomed Res Int, 2016. 2016: p. 1764837.
  8. Webster, L.R., et al., Sleep-disordered breathing and chronic opioid therapy. Pain Med, 2008. 9(4): p. 425-32.
  9. Wetter, D.W. and T.B. Young, The relation between cigarette smoking and sleep disturbance. Prev Med, 1994. 23(3): p. 328-34. Scanlan et al. Effect of moderate alcohol upon obstructive sleep apnoea. Eur Respir J. 2000; 16.
  10. Casale, M., et al., Obstructive sleep apnea syndrome: from phenotype to genetic basis. Curr Genomics, 2009. 10(2): p. 119-26.
  11. Deacon, N.L., et al., Treatment of Obstructive Sleep Apnea. Prospects for Personalized Combined Modality Therapy. Ann Am Thorac Soc, 2016. 13(1): p. 101-8.